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4. sportliche Erfolge


1934 Heinz Werner Blömer ( später Dr.med), der Sohn des 1. Vorsitzenden, wurde Leipziger Stadtmeister und ging dann zum LSC, weil er dort bessere Trainingsmöglichkeiten hatte.

1942 Jochen Grosse, der 1934 als Ballkind

bei Wacker seine ersten Bälle geschlagen

hat, wurde Leipziger Jugendmeister

und Sachsenmeister im Einzel und

im Doppel. Jochen Grosse zog nach

dem Krieg nach Köln und wurde

dort zu einem bekannten Organisator für

Tennis Grand - Prix - Turniere.

Der Wiederaufbau der Tennisektion nach dem Krieg erfolgte mit viel Elan und Freude an der sportlichen Betätigung und war geprägt von dem Wunsch, mit Gleichgesinnten in geselliger Runde zusammen zu sein.
Die sportliche Ausrüstung war gemessen an heutigen Vorstellungen sehr bescheiden.
Es wurde zunächst mit alten Vorkriegs-Holzschlägern gespielt, die Bespannung bestand aus Darm (Rind oder Schaf), später wurden synthetische Bespannungen aus Perlon, Nylon und Polyester verwendet.


1948 gab es in der DDR die ersten neuen Holzschläger.

Aluminiumschläger aus Hohlaluminium gab es von 1965 bis 1988.
Tennisspieler in der DDR besorgten sich diese Schläger ab Mitte der 70er Jahre aus der CSSR oder aus Polen.

Ab 1972 sind Graphit-Fiberglasschläger auf dem Markt. Durch verschiedene Zuschlagstoffe (Boron,Titanium, Kevlar) wird die Härte bzw. Elastizität des Schlägers variiert. Wer keine „Beziehungen nach dem Westen“ hatte, besorgte sich, soweit es möglich war, Anfang der 80er Jahre einen Graphit-Fiberglasschläger aus Ungarn oder aus der CSSR.

Die Tennisbälle hatten oftmals keinen Filz mehr, solange wurden sie gespielt. Manchmal wurden die Bälle auch gewaschen, damit sie „wie neu“ aussahen. Die ersten Tennisbälle aus der Produktion der DDR hießen Kobold und wurden bei VEB Elguwa Leipzig hergestellt. Sie hatten den Namen in der Tat, denn die Reaktion des Balles war oft nicht vorauszuberechnen. Später gab es dann die Optimit oder Fatran aus der CSSR und wer Freunde oder Verwandte im Westen hatte der bekam hin und wieder einige angespielte oder auch neue Continental, Slazenger, Dunlop o.ä.
Als positiv gilt es hervorzuheben, daß sich in dieser Zeit alle Punktspielteilnehmer vor Beginn der Punktspiele einer sportärzlichen Untersuchung unterziehen mußten. Diese Untersuchungen wurden weitgehend durch den Verein organisiert und durch Ärzte aus dem Club durchgeführt.
Der Nachweis über diese Untersuchung wurde in den Sportausweis eingetragen und war Bestandteil der Spielberechtigung.

Im Club gab es Ranglisten für Damen und Herren. Es wurden eifrig Ranglistenspiele und Forderungsspiele durchgeführt, um die Spielstärke der einzelnen Spieler zu dokumentieren. In den 50er Jahren war es noch üblich, daß sich Kinder ihr Taschengeld durch Bällelesen aufbesserten.
Für das Bällelesen bekam man 0,50M/Std., wenn man Glück hatte auch etwas mehr, je nach dem, bei wem man Bällelesen durfte.
Viele Ballkinder haben ihre ersten Versuche mit gebrauchten Holzschlägern unternommen, die sie für Bällelesen geschenkt bekommen haben.
Aus ehemaligen Ballkindern sind oft sehr gute Tennisspieler geworden. Die Begeisterung für den Sport und der Wunsch, es den Großen nachzumachen, hat dabei vielen geholfen.

Nachfolgend soll dargestellt werden, welche sportlichen Erfolge unsere Clubmitglieder damals trotz dieser techn. Schwierigkeiten errungen haben:


1951 Die erste Damenmannschaft wird Bezirksmeister und schafft den Aufstieg in die Landesliga
Sachsen mit den Spielerinnen: Lorenz, Teubig, Irmler, A.Asperger, Rehn, Jacobi.
Sie spielen in dieser Spielklasse bis 1952.
1953 Die Damen werden Bezirksmannschaftsmeister in der Besetzung Irmler, Fiedler, Wetzel,
Lorenz, A.Asperger, Teubig, Rehn (BSG MoGoNo) und steigen auf in die Oberliga.
In der Oberliga spielen die Damen bis 1954 mit den Spielerinnen Lorenz, Irmler, Hornbogen,
Teubig, Fiedler, Wetzel, Rehn.
1954 Die Herrenmannschaft belegt den II.Platz in der Bezirksmeisterschaft mit den Spielern
Bressmer, K.Asperger, H.Asperger, Nentwig, Hellriegel, Lincke.
1954 H.Fiedler und I.Wetzel werden Bezirksmeister im Damendoppel.
Ilse Lorenz belegt den 2.Platz im Dameneinzel der Bezirksmeisterschaften.
1949 - 1955 Der Club verliert eine Reihe starker Spieler, die nach dem „Westen“
ausgewandert sind.
1955 - 1965 Aus der ersten Herrenmannschaft verlassen eine Reihe starker Spieler die Sektion
und gehen in andere Clubs, weil sie dort bessere Trainingsbedingungen hatten.
1955 Abstieg der ersten Damenmannschaft aus der Oberliga in die DDR-Liga.
1956 Die Damenmannschaft spielt in der DDR-Liga ( später unter der Bezeichnung Verbandsliga)
bis 1958.
1960 Mit H.Hasselbach und V. Plüß (die 1961 aus der Jugendmannschaft aufrückt) bekommt
die Damenmannschaft Verstärkung durch junge Spielerinnen.
1960 Die Damen gewinnen das Aufstiegsspiel in Apolda mit den Spielerinnen:
Hasselbach, Fiedler, Lorenz, Müller (geb.Wetzel), Schumann, Teubig, A. Asperger und
spielen von 1961 - 1965 in der Verbandsliga zusätzlich mit den Spielerinnen
U. Dräger und Plüß (1962 -1963)
1966 die Damen, werden Bezirksmannschaftsmeister und gewinnen das Aufstiegsspiel
gegen Bad Liebenstein zum erneuten Aufstieg in die Verbandsliga.
Dieser Erfolg wurde errungen durch die Spielerinnen: Schumann, Klotsche, Hasselbach,
Fiedler, Müller, Asperger.
1967 - 1974 1. Damenmannschaft spielt in der Verbandsliga
1975 Abstieg der 1.Damen aus der Verbandsliga in die Bezirksliga.
1970 Steffen und Hendrik Fiedler werden DDR-Jugendmeister im Jungen-Doppel
Seit 1964 Die Seniorinnen und Senioren des Vereins sind sehr erfolgreich bei 
Bezirksmeisterschaften und bei DDR-Mannschaftsmeisterschaften.